KI-Verordnung: Betreiberpflichten und Governance
Die Artikel-4-Grundlage betrifft alle, die KI nutzen. Dieser Kurs betrifft die Person, die dafür geradesteht. Er enthält alle 20 Lektionen der Grundlage und zusätzlich 12 zu KI-Richtlinie und deren Durchsetzung, zu den Nachweisen, die Behörde oder Kunde sehen wollen, zu KI-Sicherheit und Schatten-KI, zum Risikoregister und zum Governance-Turnus, der all das aktuell hält.
| Lektionen | 32 Videolektionen |
|---|---|
| Dauer | Circa 6,8 Stunden |
| Niveau | Fortgeschritten — für Verantwortliche des KI-Einsatzes |
| Zugang | 12 Monate ab Anmeldung |
| Format | Video on demand, in Ihrem eigenen Tempo |
| Kurssprache | Videolektionen auf Englisch. Deutsche Fassung in Vorbereitung. |
| Preis | €395 pro Person |
Warum trägt die Betreiberrolle mehr Risiko als die Kompetenzpflicht?
Artikel 4 steht nicht in der Liste des Artikels 99 Absatz 4 und hat deshalb keinen eigenen Bußgeldrahmen. Die Betreiberpflichten nach Artikel 26 stehen dort — im Rahmen von bis zu 15 Millionen Euro oder 3 % des weltweiten Jahresumsatzes, je nachdem, welcher Betrag höher ist. Dieselbe Schulungsentscheidung fällt damit unter zwei sehr unterschiedliche Rechtsgrundlagen, je nachdem, was Ihr Unternehmen mit KI tatsächlich macht.
Genau in dieser Lücke sitzt die Governance-Arbeit. Wer KI mit geringem Risiko einsetzt, braucht Kompetenz und Hausregeln. Wer ein Hochrisiko-System betreibt, braucht eine Richtlinie, an die sich Menschen halten, Nachweise, die er auf Anforderung vorlegen kann, eine benannte verantwortliche Person je System und einen Turnus, in dem all das überprüft wird. Das vermittelt dieser Kurs.
Der Digital-Omnibus zur KI hat die Hochrisiko-Pflichten verschoben — auf den 2. Dezember 2027 für eigenständige Systeme nach Anhang III und auf den 2. August 2028 für KI in regulierten Produkten. Artikel 4 hat er nicht verschoben, und die Vorbereitungsarbeit auch nicht. Die Verschiebung hat Zeit gekauft, mehr nicht.
Wenn Sie nur die Kompetenzgrundlage für die Belegschaft brauchen, ist die Schulung zu Artikel 4 die kleinere und günstigere Option.
Kursinhalte im Überblick
- Alles aus der Artikel-4-Grundlage — alle 20 Lektionen sind hier enthalten, niemand kauft dieselben Inhalte zweimal
- Warum sich eine KI-Richtlinie lohnt, was hineingehört und wie man sie so einführt, dass sie auch befolgt wird
- Die Dokumentation und Transparenznachweise, die Behörde, Versicherer oder Großkunde sehen wollen
- KI-Sicherheit in der Praxis: Bedrohungslage, Schutz von Unternehmensdaten, Zugriffssteuerung und Identitäten
- Schatten-KI — die Werkzeuge finden, von denen Ihnen niemand erzählt hat, und dann entscheiden, was damit geschieht
- Ein KI-Risikoregister aufbauen, das aktuell bleibt, statt einmal geschrieben und vergessen zu werden
- Governance-Turnus: wer sich trifft, wie oft, was entschieden und was festgehalten wird
- Den eigenen KI-Einsatz auditieren und verbessern — einschließlich der Frage, welche Kennzahlen sich wirklich lohnen
Vollständiger Lehrplan — alle 32 Lektionen
Jede Lektion ist kurz und in sich abgeschlossen. Arbeiten Sie sie der Reihe nach durch oder springen Sie direkt zu den Abschnitten, die Sie brauchen.
| 1 | Was ein LLM wirklich ist |
| 2 | Tokens und Kontext einfach erklärt |
| 3 | Warum KI schätzt: Wahrscheinlichkeit statt Nachschlagen |
| 4 | Stärken: worin KI wirklich gut ist |
| 5 | Grenzen und typische Fehlerbilder |
| 6 | Was Halluzinationen sind und wie sie entstehen |
| 7 | Halluzinationen im Alltag erkennen |
| 8 | Prüfroutinen, die im Alltag funktionieren |
| 9 | Wann man dem Modell nicht trauen sollte |
| 10 | Was Sie niemals einfügen sollten |
| 11 | Datenverarbeitung: Privat- und Geschäftskonten |
| 12 | Verzerrung, Fairness und Transparenz |
| 13 | Rechtliche Grundlagen und Urheberrecht |
| 14 | Der regulatorische Rahmen |
| 15 | Die EU-KI-Verordnung erklärt |
| 16 | Risikokategorien und Pflichten |
| 17 | Die KI-Regeln des Arbeitgebers kennen |
| 18 | Freigegebene Werkzeuge richtig nutzen |
| 19 | Daten am Arbeitsplatz schützen |
| 20 | Wann man vorher nachfragen sollte |
| 21 | Warum Sie eine KI-Richtlinie brauchen |
| 22 | Das Richtliniendokument verfassen |
| 23 | Richtlinie einführen und durchsetzen |
| 24 | Dokumentation und Transparenz |
| 25 | Dauerhaft regelkonform bleiben |
| 26 | Überblick über KI-Sicherheitsbedrohungen |
| 27 | Unternehmensdaten schützen |
| 28 | Zugriffssteuerung und Identitäten |
| 29 | Schatten-KI und ihre Risiken |
| 30 | Ein KI-Risikoregister aufbauen |
| 31 | Governance-Gremien und Turnus |
| 32 | Audits und kontinuierliche Verbesserung |
Für wen ist dieser Kurs gedacht?
- Die Person, die für den KI-Einsatz geradesteht — Inhaberin, Geschäftsführer, Betriebsleitung
- IT, Personal, Recht, Compliance und Datenschutz
- Alle, die die KI-Richtlinie schreiben und sie anschließend in einem Team durchsetzen müssen, das nicht danach gefragt hat
- Unternehmen, die sich jetzt auf die ab Dezember 2027 geltenden Hochrisiko-Pflichten vorbereiten
Was dieser Kurs nicht leistet
- Ein offizielles EU-Zertifikat zur KI-Verordnung existiert auf keiner Stufe, und dieser Kurs stellt keines aus.
- Er vermittelt Betreiber- und Governance-Pflichten allgemein. Die Kompetenz einer benannten Aufsichtsperson für ein konkretes Hochrisiko-System nach Artikel 26 Absatz 2 und Artikel 14 Absatz 4 ist untrennbar mit diesem System verbunden und erfordert zusätzlich eine systemspezifische Schulung.
- Er stuft Ihre KI-Systeme nicht ein und sagt Ihnen nicht, ob ein bestimmtes System hochriskant ist. Das ist eine rechtliche Bewertung Ihres konkreten Sachverhalts.
- Er ist keine Rechtsberatung und ersetzt keine Beratung zu Ihren eigenen Systemen und Verträgen.
Häufige Fragen
Worin unterscheidet sich dieser Kurs von der Artikel-4-Schulung?
Er enthält alle 20 Lektionen zu Artikel 4 und zusätzlich 12 zu Richtlinie, Dokumentation, Sicherheit, Risiko und Governance. Die Grundlage kaufen Sie für alle, die KI nutzen. Diesen Kurs für den kleineren Kreis, der für den Einsatz geradesteht und die Nachweise liefern muss.
Erfüllt der Kurs die Anforderung an die menschliche Aufsicht nach Artikel 26?
Nicht allein. Er deckt die organisatorischen Pflichten ab: Richtlinie, Dokumentation, Risikoregister, Governance-Turnus und Audit. Die Kompetenz einer benannten Aufsichtsperson nach Artikel 26 Absatz 2 hängt vom konkreten Hochrisiko-System ab und braucht eine darauf zugeschnittene Schulung.
Warum wiegt Artikel 26 beim Bußgeld schwerer als Artikel 4?
Artikel 4 fehlt in der Liste des Artikels 99 Absatz 4 und hat keinen eigenen Bußgeldrahmen. Die Betreiberpflichten nach Artikel 26 stehen dort — bis zu 15 Millionen Euro oder 3 % des weltweiten Jahresumsatzes, je nachdem, welcher Betrag höher ist.
Die Hochrisiko-Regeln wurden verschoben. Können wir warten?
Die Verschiebung führt zum 2. Dezember 2027 für eigenständige Systeme nach Anhang III und zum 2. August 2028 für KI in regulierten Produkten. Sie hat Vorbereitungszeit gekauft, keine Befreiung. Richtlinie, Systeminventar, Risikoregister und Governance-Turnus brauchen länger als die verbleibende Zeit.
Wie lange habe ich Zugang, und verlängert er sich automatisch?
Zwölf Monate ab Anmeldung. Es ist ein einmaliger Kauf, kein Abonnement — es verlängert sich also nichts von selbst. Vor Ablauf erhalten Sie eine Erinnerung und entscheiden dann über eine Verlängerung um ein weiteres Jahr.
In welcher Sprache sind die Lektionen?
Die Videolektionen sind auf Englisch; eine deutsche Fassung ist in Vorbereitung. Kursseite, Lehrplan und Betreuung sind auf Deutsch. Wenn Englisch für einen Teil Ihres Teams eine Hürde ist, sagen Sie uns das bitte vor dem Kauf.
Jetzt anmelden und sofort auf alle 32 Lektionen zugreifen.
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Quellen: Verordnung (EU) 2024/1689 und die Fragen und Antworten der Europäischen Kommission zur KI-Kompetenz.
Zuletzt aktualisiert: 17. August 2026
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